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08.03.2020

Von: Rolf Becker

Emily Welker sorgt für sächsischen Erfolg


Finale W-U21 mit E. Welker (links)

Berliner Endspiel bei den Herren U21

In der STV-Halle in Abtnaundorf ging am Wochenende mit dem relativ bescheidenen Namen Offene Ostdeutsche Hallenmeisterschaften Nachwuchs U 21 das bedeutendste Turnier dieses Winters unter der Regie des Sächsischen Tennis Verbands über die Bühne. Mit 4000 Euro Preisgeld ist es zugleich das hochkarätigste Hallenturnier für Junioren in ganz Deutschland. Entsprechend war auch die Besetzung. Denn die 40 Teilnehmer (16 Damen und 24 Herren) kamen aus elf Bundesländern, und unter ihnen befanden sich allein 27, die in der aktuellen deutschen Rangliste geführt werden.

Deshalb kann der Titelgewinn von Emily Welker (Blau-Weiß Dresden-Blasewitz überhaupt nicht hoch genug bewertet werden. Im Herren-Einzel gab es durch den überraschenden Sieg von Lamin Lourenzo da Silva (Dahlemer TC) einen Berliner Erfolg.

Für die überragende Vorstellung von Emily Welker spricht schon die Tatsache, dass die 19-jährige Wahl-Dresdnerin, die in Limbach-Oberfrohna groß geworden ist, im gesamten Turnierverlauf ohne jeden Satzverlust geblieben ist. In den beiden entscheidenden Spielen bezwang sie zwei Spielerinnen, die vor ihr in der deutschen Rangliste platziert sind. Im Halbfinale Pauline Greta Bruns (TC Bad Homburg) mit 6:4, 6:2 und im Endspiel die top-gesetzte Sofia Markova (NHTC Nürnberg) mit 6:4, 6:1. „Natürlich hatte ich mir für dieses tolle Turnier in Sachsen sehr viel vorgenommen. Doch dass es nun so gut geklappt hat, darüber bin ich sehr glücklich“, freute sich Emily Welker völlig zu Recht. Die strahlende Siegerin bekam auch von offizieller Seite viel Lob. So vom Turnierchef Peter Janosi, der wieder alles fest in der Hand hatte: „Das war wirklich eine durchweg sehr beeindruckende Vorstellung von Emily.“

Einziger kleiner Schönheitsfehler bei dieser insgesamt sehr gelungenen Turnier-Premiere: Es kam kein Herren-Einzel-Endspiel zustande. Das war deshalb der Fall, weil sich der für den Dahlemer TC spielende Ukrainer Ivanenko bei seinem 6:1, 2:6, 10:7-Halbfinalsieg gegen den top-gesetzten Maximilian Todorov (Harvestehuder THC Hamburg) eine Fußverletzung zugezogen hatte. So musste der Hamburger im Endspiel bei einer 1:0-Führung von Lamin Lourenzo da Silva aufgeben. Unabhängig davon hat sich da Silva diesen Titelgewinn hoch verdient. Denn der 18-jährige Berliner blieb ohne Satzverlust und feierte auch im Halbfinale einen klaren 6:4,6:4-Sieg gegen den an Nummer zwei gesetzten Lars Johann (Tenniszentrum DJK Sulzbachtal).

Sachsens junge Herren hatten in dem Klasse-Feld den erwartet schweren Stand. Paul-Philipp Schön (Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) kam von den immerhin neun sächsischen Teilnehmern mit dem Erreichen des Viertelfinals am weitesten. Als an Nummer sieben gesetzter Spieler rang der 18-jährige Blasewitzer nach Freilos in der ersten Runde im sächsischen Duell Tristan Nitschke (Leipziger TC 1990) mit 6:7, 6:3, 12:10 hauchdünn nieder. Im Viertelfinale traf Schön auf den späteren Sieger Lamin Lourenzo da Silva und unterlag 3:6, 3:6. Wie Paul-Philipp Schön beendeten mit Marius Zweigart (RC Sport Leipzig), Franz Assmann und Bruno Johannes (beide Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) ihr Auftaktspiel siegreich, doch in der zweiten Runde war für sie Endstation.

Bei den jungen Damen kam Amelie Worring (Leipziger TC 1990) mit dem 7:6, 6:3-Sieg gegen Romina Krömer (Siems TK Blau-Gold Berlin) bis ins Viertelfinale. Doch zu dem trat die junge Leipzigerin krankheitsbedingt gegen Pauline Greta Bruns nicht an.
Die Nebenrunden endeten mit zwei sächsischen Siegen.

Bei den Herren bezwang Elias Pöschke (Rot-Weiß Naunhof) im Endspiel Paolo Vasquez (Berliner TTC Grün-Weiß) mit 6:2, 6:3, bei den Damen setzte sich Helene Sommer (Leipziger TC 1990) mit 6:2, 6:3 gegen Jolie Abendroth (Tennisverein Nordwest Rostock) mit 6:2, 6:3 durch.