Newsbeitrag

Deutsche Mannschafts- meisterschaften U15 mit TEAM OST >
< Beim Freiluftauftakt in Leipzig kommen die Sieger aus Thüringen und Potsdam

15.04.2019

Steffi-Graf-Turnierserie des Winters 2018/2019 mit Masters-Turnieren beendet


Altersklasse U 8 mit Sieger Oscar Hahnemann in der Mitte.

Mädchen der Altersklasse U 9: Leandra Nägler, Pauline Wrobel, Sarah Walter, Emma Stauder (von links).

Jungen der Altersklasse U 9 mit Sieger Lucas Ariel Herrera Sanchez vorn rechts.

Mädchen der Altersklasse U 10: Annabell Prager, Liv Windschall, Laura Urbanczyk, Soey Drescher, Mia Ruppert (von links).

Jungen der Altersklasse U 10: Luca Menhart, Cedric Schütze, Ole Pfeiff, Valentin Hellmund, Jorge Tomas Herrera Sanchez (von links).

Jungen der Altersklasse U 12 mit Halbfinalisten und Finalisten der Haupt- und Nebenrunde: Friedrich Hiebel, Nasim Star, Georg Passin, Nico Pietzsch, Ansgar Thiele, Maximilian Rödl, Ole Hoffmann, Yazdan Shirzady (von links).

Wie in den vergangenen Jahren fand die Steffi-Graf-Turnierserie mit dem Winter-Masters den Abschluss der Hallensaison. Letztmalig wurde dieser Modus gewählt, ab Dezember 2019 ersetzt ein sogenanntes Jahres-Masters die beiden separaten Turniere Winter-Masters und Sommer-Masters. Der Verband hofft dadurch die Attraktivität der Masters-Turniere wieder steigern zu können, sodass es durchweg voll besetzte Felder gibt. Letzteres war am vergangenen Wochenende leider nicht der Fall. Besonders unrühmlich war dabei, dass die Mädchen-Konkurrenz der Altersklasse U 12 bei nur zwei gemeldeten Spielerinnen komplett abgesagt werden musste.

Die Wettkämpfe der Altersklasse U 8 fanden am Samstag in der STV Halle statt. Der jüngste Starter war dabei gerade mal sechs Jahre alt. Er und andere Kinder sammelten erste Erfahrungen auf einer größeren Bühne, wobei es selbst in dieser Altersklasse durchaus bereits „alte Hasen“ gibt. Es wurde in gemischten Gruppen gespielt mit anschließendem Halbfinale und Finale. Die anwesenden Eltern lobten besonders die entspannte Atmosphäre und das Feingefühl der Schiedsrichter, welche die Kleinsten an das teilweise noch ungewohnte Terrain heranführten. Die Turnierneulinge steigerten dadurch im Verlauf des Tages auch deutlich sichtbar ihre Leistungen und fuhren mit vielen wichtigen neuen Erfahrungen nach Hause.

Vollkommen verdienter Sieger wurde Oscar Hahnemann vom TC Markkleeberg. Den 2. Platz belegte Ella Marie Margreiter aus Dresden-Blasewitz, welche hauchdünn das Halbfinale gegen den späteren Drittplatzierten Maximilian Himmel vom Leipziger Sport Club 1901 gewann. Der Turnierleiter und Landestrainer U 11, Sascha Ruppert, hätte sich bei einer gemischten Konkurrenz aber durchaus mehr als 13 Teilnehmer/innen gewünscht, wie er ohne Hehl eingestand.

Die Wettkämpfe der Altersklassen U 9 und U 10 waren auf zwei Tage angesetzt. Da sich bei den Mädchen der Klasse U 9 aber nur vier Starterinnen dem Wettkampf stellten, konnte hier bereits am Samstag die Siegerin nach den Gruppenspielen Jede-gegen-Jede gekürt werden. Klar und deutlich setzte sich hierbei Sarah Walter durch. Die Hallenserin startet seit diesem Winter für den TV Machern Grün-Weiß und bereichert unseren Verband damit spielerisch sehr. Die folgenden Plätze belegten Pauline Wrobel (ETC Crimmitschau) sowie Emma Stauder (LSC 1901).

In den restlichen Konkurrenzen der Altersklassen U 9 und U 10 fanden die Finalspiele wie geplant am Sonntag statt. Die Streckung der Wettkämpfe über zwei Tage wurde von einigen Eltern mit weiter Anreise als kritisch betrachtet, sodass die Jugendsportkommission vor dem Jahres-Masters im Dezember noch einmal über diesen Punkt beraten wird. Bei den Jungs in der Altersklasse U 9 spielten sich die beiden Favoriten Lucas Ariel Herrera Sanchez (TV Gelb-Weiß Görlitz) sowie Adrian Böhme (SV TuR Dresden) ins Finale. Der erst 8-jährige Görlitzer stellte dabei einmal mehr sein herausragendes Talent unter Beweis und siegte verdient. Bis zum 4:4 im ersten Satz hielt der Dresdner Adrian Böhme gut dagegen, danach konnte der körperlich Kleinste im Feld seiner Sammlung mit einer tollen Leistung relativ ungefährdet einen weiteren Titel hinzufügen. Im Spiel um Platz 3 hatte Johann Hecht (LSC 1901) den längeren Atem und verwies Maximilian Kober (TC Markkleeberg) auf den undankbaren 4. Platz.

In der Altersklasse U 10 der Mädchen spielten fünf Mädchen im Modus Jede-gegen-Jede. Die in Polen wohnhafte, aber für den TC Sachsenring Zwickau startende Laura Urbanczyk erwies sich dabei als deutlich zu stark für alle einheimischen Vertreterinnen. Der vollkommen ungefährdete Sieg warf unter den anwesenden Eltern und Kindern jedoch viele Fragestellungen auf, denn bei Turnieren dieser Art und Altersklasse sollten die startenden Spieler/innen zumindest des Deutschen so mächtig sein, dass die Spiele ohne Schiedsrichter stattfinden können. Unter den sächsischen Starterinnen setzte sich Annabell Prager (ATV zu Leipzig von 1845) vor Mia Ruppert (VTC 1892 Reichenbach) durch. Sie freuten sich über die Pokale für die Plätze 2 und 3.

Bei den Jungs der Altersklasse U 10 dominierten die Spieler aus dem Tennisbezirk Dresden. Ole Pfeiff (TC Bad Weißer Hirsch Dresden) setzte sich dabei im Finale gegen seinen Mannschaftskameraden Luca Menhart durch. Landestrainer Sascha Ruppert lobte Oles Leistung, aber auch den unbändigen Kampfeswillen von Luca. Im kleinen Finale bezwang der Görlitzer Jorge Tomas Herrera Sanchez, der ältere Bruder des U 9-Siegers, den ebenfalls für die Weißen Hirsche startenden Valentin Hellmund nach sehr starkem Spiel. Während im Midcourt (U 9) sowie im Großfeld (U 10) keine einzige Dresdner Spielerin am Start war, bekräftigte der Bezirk hier in dieser Altersklasse bei den Jungen seine aktuelle Vormachtstellung deutlich.

Das Masters-Turnier der Altersklasse U 12 wurde, wie in den beiden vergangenen Jahren, in der Tennishalle in Weinböhla ausgetragen. Als erkennbar war, dass wohl keine Mädchen-Konkurrenz zustande kommen wird, entschied man sich, das Feld der Jungs von acht auf 16 Spieler zu vergrößern. Mit 15 Meldungen wurde letztendlich ein fast volles Tableau erreicht. Dabei schickte sich der an Nummer 1 gesetzte Friedrich Hiebel (Leipziger Sport Club 1901) an, in die Fußstapfen seines zwei Jahre älteren Bruders Richard zu treten, der an gleicher Stelle im vergangenen Jahr das U 12-Masters gewonnen hatte. Im Halbfinale kam es zum Duell gegen Dauerrivale Nasim Star (1. TC Zwickau, Dritter der Setzliste), welches als erstes Match im gesamten Turnierverlauf einen Champions-Tiebreak zur Entscheidung über Sieg und Niederlage benötigte. Friedrich Hiebel behielt die Nerven und hatte das bessere Ende für sich. Viele hatten dieses Spiel bereits als vorgezogenes Endspiel bezeichnet, doch Georg Passin (SG Leipziger Verkehrsbetriebe, Nummer 4 der Setzliste) wollte auch unter Beweis stellen, dass seine Formkurve weiter nach oben zeigt. Im Halbfinale besiegte er den an Position 2 gesetzten Blasewitzer Nico Pietzsch deutlich, sodass es zu einem reinen Leipziger Finale kam, welches diesen Status absolut verdient hatte, wie alle Zuschauer bestätigten. Georg Passin wehrte dabei im ersten Satz sehenswert zwei Satzbälle ab und sicherte sich wenige Zeit später selbst den ersten Durchgang. Im zweiten Satz konnte Friedrich Hiebel seine Chancen besser nutzen, sodass nach zwei Stunden Spielzeit der Champions-Tiebreak die Final-Entscheidung bringen musste. Erneut hatte der topgesetzte Friedrich Hiebel am Ende die Nase vorn und feierte den Turniersieg.

In der Nebenrunde setzte sich Ansgar Thiele (SV TuR Dresden) ungefährdet durch und sammelte so wichtige Punkte für die Deutsche Rangliste. Im Finale bezwang er Yazdan Shirzady (TC RC Sport Leipzig). Im Spiel um Platz 3 der Nebenrunde kämpften die LSC-Mannschaftskameraden Ole Hoffmann und Maximilian Rödl deutlich über zwei Stunden, am Ende mit einem hauchdünnen Vorsprung für Ole Hoffmann.

Thomas Hiebel
Fotos: Sascha Ruppert, Thomas Hiebel