Newsbeitrag

19. Bernd-Hoyer-Gedenkturnier ein voller Erfolg >
< Bruno Johannes siegt im sächsischen Finale von Gifhorn

19.09.2018

Steffi-Graf-Turnierserie des Sommers endete mit Masters-Turnieren in Leipzig


Jungen U 8: Keanu Lohmer, Neven Nestler, Maximilian Kober, Oscar Hahnemann, Phil Oehmigen, Justus Eternach, Noah Windsheimer (von links).

Mädchen U 8: Elma Giza, Freya Thiele, Emma Stauder, Leandra Nägler (von links).

Jungen U 9: Lorenzo Ruffani, Hans Kramm, Daniel Roos, Lucas Ariel Herrera Sanchez, Adrian Böhme, Richard Hiemann, Oskar Stammwitz, Valentin Hellmund (von links).

Mädchen U 9: Soey Drescher, Pauline Wrobel, Sarah Walter, Annabell Prager, Mia Ruppert, Liv Windschall (von links).

Jungen U 10: Cedric Schütze, Ole Hoffmann, Luca Menhart, Nasim Star, Friedrich Hiebel, Jorge Tomas Herrera Sanchez (von links).

Mädchen U 10: Lina Haase, Anastasia Malze, Marie Klitsch, Daria Barsukov, Luise Braun, Elisa Gnaub, Frida Schubert, Helene Deistler (von links).

Jungen U 12: Lennart Matterne, Simon Janik, Hermann Bauch, Richard Hiebel, Laurin Schindler, Leonard Stammwitz (von links).

Mädchen U 12: Lena Lehmann, Johanna Hülsmann, Lavinia Nitzsche, Antonia Thallinger, Chantal-Renée Schwaten (von links).

Am Wochenende 15./16.09.2018 fand die Sommersaison der Steffi-Graf-Turnierserie mit dem Masters ihren Abschluss. Dabei feierte der ATV 1845 zu Leipzig seine Premiere als Turnierausrichter dieser Serie. Auf der Anlage im Leipziger Südosten lieferten sich Kinder in vier verschiedenen Altersklassen packende Wettkämpfe. Erstmals seit fünf Jahren fand dabei auch wieder ein Wettkampf in der Altersklasse U 8 statt. Hierbei waren alle Teilnehmer/innen der diesjährigen Bezirks- und Landesmeisterschaften sowie der Kleinfeld-Kids-Cups der Freiluftsaison startberechtigt.

Der Landestrainer U 11 und Oberschiedsrichter Sascha Ruppert zeigte sich dabei besonders mit der Teilnehmerzahl sehr zufrieden. Für das Masters in den Altersklassen U 9 bis U 12 qualifizieren sich jeweils die acht punktbesten Jungs und Mädchen der Masters-Wertung. Nur in der Altersklasse U 9 weiblich fehlte eine Starterin, sonst waren alle Felder voll besetzt. Nach rückläufigen Teilnehmerzahlen in der jüngeren Vergangenheit, unter denen sowohl sächsische als auch überregionale Turnierveranstalter zu leiden haben, war dies eine hervorzuhebende erfreuliche Entwicklung zurück in die richtige Richtung. In sämtlichen Konkurrenzen wurden alle Platzierungen ausgespielt. Dieser Modus sicherte allen Spielern drei Matches im Turnierverlauf zu.

Im sogenannten Red-Cup, dem Wettbewerb der Altersklasse U 8, spielten die Kinder im Kleinfeld und boten bereits sehr ansprechende Leistungen. Viele Eltern und Großeltern begleiteten auf den Zuschauerrängen die ersten Wettkampferfahrungen unserer Jüngsten. Bei den Mädchen setzte sich Emma Stauder vom Leipziger Sport Club 1901 in den Gruppenspielen Jeder-gegen-Jeden vor Leandra Nägler vom ausrichtenden ATV Leipzig und Freya Thiele (SV TuR Dresden) durch. Bei den Jungen folgte auf die Gruppenspiele noch eine Finalrunde. Hierbei setzte sich Oscar Hahnemann vom TC Markkleeberg vor Phil Oehmigen (1. TC Zwickau) durch. Den dritten Platz auf dem Treppchen erkämpfte sich Maximilian Kober, ebenfalls vom TC Markkleeberg. Eric Liebe, der zum ersten Mal als Schiedsrichter in dieser Altersklasse im Einsatz war, lobte im Anschluss die das faire Spiel und den Umgang aller Teilnehmer/innen miteinander, auch wenn bei den Kleinsten natürlich noch manchmal Tränen auf Niederlagen folgten.

Bereits am Samstag fanden die Wettkämpfe im Orange-Cup (Altersklasse U 9) sowie im Green-Cup (Altersklasse U 10) statt. Diese Bezeichnungen leiten sich von den farbigen Markierungen der Bälle ab. Die U 9 trägt ihre Matches im ¾-Feld, dem sog. Midcourt, aus. Hier konnten sich bei den Mädchen die beiden Bestplatzierten der Masters-Wertung bis ins Finale spielen. Dabei siegte die amtierende Landesmeisterin Annabell Prager (ATV Leipzig) vor der Reichenbacherin Mia Ruppert. Die in Machern trainierende Hallenserin Sarah Walter sicherte sich in einem engen Spiel den dritten Platz.
Bei den Jungen der Altersklasse U 9 ging es durchweg sehr knapp zu. Bereits im Halbfinale kam es zur Neuauflage des diesjährigen Landesmeisterschafts-Finales, dieses Mal jedoch mit umgekehrtem Ausgang. Der mit Abstand kleinste und jüngste Teilnehmer Lucas Herrera Sanchez vom TV Görlitz siegte dabei über den für Reichenbach startenden Daniel Roos, welcher später den dritten Rang belegen sollte. Im Finale verwies der Linkshänder, der in beeindruckender Weise statt der Rückhand auch gern eine rechtshändige Vorhand spielt, Adrian Böhme vom SV TuR Dresden auf den Silberrang.

Die Altersklasse U 10 bestritt ihre Wettkämpfe bei spätsommerlichen Temperaturen auf dem Großfeld. Daria Barsukov, als Jahrgangsjüngere auch in der nächsten Saison noch in diesem Wettbewerb startberechtigt, wurde in überzeugender Weise ihrer Favoritenstellung gerecht. Im Finale siegte sie gegen Marie Klitsch vom Leipziger Sport Club 1901. Das Siegertreppchen komplettierte Luise Braun aus Naunhof. Aus verschiedenen Gründen waren in diesem Wettbewerb keine Vertreterinnen aus dem Raum Dresden am Start, alle anderen Konkurrenzen konnten jedoch erfreulicherweise mit Spieler/innen aus jeweils allen drei sächsischen Tennisbezirken besetzt werden.

Bei den Jungen dieser Altersklasse entsprach das Finale ebenfalls dem Landesmeisterschafts-Endspiel. Die beiden aktuell stärksten sächsischen Vertreter des Jahrgangs, Nasim Star aus Zwickau sowie der inzwischen für den Leipziger Sport Club spielende Bad Lausicker Friedrich Hiebel, trafen dabei aufeinander. Im Champions-Tiebreak siegte der Spieler aus der Schumann-Stadt und konnte sich damit für das Ergebnis bei den Landesmeisterschaften revanchieren. Der Jahrgangsjüngere Luca Menhart vom 1. TC Pirna setzte sich im Kampf um Rang 3 durch.

Das Turnier der Altersklasse U 12 wurde über zwei Tage verteilt gespielt und konnte dank der J4-Kategorisierung auch zum Erlangen von Wertungen für die Rangliste des DTB genutzt werden. Die sächsischen Spieler/innen, welche am höchsten in der Deutschen Rangliste vertreten sind, nutzen jedoch zunehmend auswärtige Turniere mit höherwertigeren Einstufungen. Im Vergleich zu den Landesmeisterschaften gelang es im Masters daher auch anderen Spieler/innen, sich in die Siegerlisten einzutragen.

Nach ihren Resultaten in der jüngeren Vergangenheit galt die erst zehnjährige Lavinia Nitzsche aus Dresden-Blasewitz unter den Mädchen als neue Favoritin. Sie wurde dieser Rolle sogleich in beeindruckender Manier gerecht. Vater Thomas Nitzsche war nach dem Finalsieg seiner Tochter gegen die Naunhoferin Johanna Hülsmann sichtlich mit ihrer Vorstellung zufrieden und freute sich, dass sie in den engen Momenten stets konzentriert ihre beste Leistung abrufen konnte. Im Spiel um Rang 3 behielt die ebenfalls für Rot-Weiß Naunhof startende Lena Lehmann die Oberhand.

Bei den Jungen gewann mit Hermann Bauch vom TC Bad Weißer Hirsch Dresden ebenfalls ein ungesetzter Spieler, der aber alles andere als ein Überraschungssieger war. Viele hatten ihn schon im Vorfeld als Topfavoriten auf dem Zettel. Er bezwang im Finale den Bad Lausicker Richard Hiebel, der sich vor wenigen Monaten noch den Titel beim Winter-Masters gesichert hatte. Im Spiel um Platz 3 musste Lennart Matterne, ebenfalls vom TC Bad Weißer Hirsch Dresden, in Führung liegend verletzungsbedingt aufgeben und bescherte damit dem Radebeuler Simon Janik den Bronzerang.

Der STV dankte besonders Hans-Joachim Günther vom ausrichtenden ATV zu Leipzig für sein unermüdliches Engagement um die Platzanlage sowie die Versorgung aller Teilnehmer und Gäste. Er wiederum freute sich besonders über das lebendige Treiben des tennisbegeisterten Nachwuchses auf der Anlage am Völkerschlachtdenkmal.

In den nun folgenden Turnieren der Steffi-Graf-Serie werden die Spieler/innen auch im Winterhalbjahr wieder auf Punktejagd für die Masters-Wertung gehen können. Die ersten Turniere finden dabei am 27.10. in Crimmitschau, am 01.12. in Pirna sowie am 28.12. in Machern/Tresenwald statt. Wir freuen uns auf eine rege Beteiligung.

Alle Ergebnisse der Masters-Turniere finden sich hier, hier und hier.

Thomas Hiebel