Newsbeitrag

Offene Vereinsmeisterschaft des 1. TC Riesa endet nach drei erfolgreichen und abwechslungsreichen Spieltagen >
< Bezirksmeisterschaften der Senioren in Leipzig

08.07.2018

Sächsischer Sieg bei Offenen Ostdeutschen Junioren-Meisterschaften durch Estella Jäger


Estella Jäger.

Zum vierten Mal fanden am Wochenende auf der Anlage des Leipziger TC 1990 die Offenen Ostdeutschen Junioren-Meisterschaften (Altersklasse U 21) statt. Sie traten 2015 die Nachfolge des an gleicher Stelle 21 Mal ausgetragenen Dunlop-Cups Ost an. Mit der Veränderung verband sich die Hoffnung, dem Turnier vor allem zu einer deutlich höheren Teilnehmerzahl zu verhelfen, als das in den letzten Dunlop-Cup-Jahren der Fall war. Zumindest diese Erwartung ist leider nicht eingetreten. Denn die 13 Damen und zwölf Herren, die diesmal neben den Titeln auch um stattliche 2.000 Euro Preisgeld und Punkte für die deutsche Aktiven-Rangliste kämpften, sind wirklich fast die untere Schmerzgrenze. Von welch großer Bedeutung gerade dieses Turnier für den STV ist, das wurde durch die Anwesenheit von STV-Präsident Rainer Dausend, STV-Ehrenpräsident Prof. Wolfgang Lassmann und Mathias Reuschel, den Präsidenten des gastgebenden Leipziger TC 1990, nachdrücklich unterstrichen. „Warum die Meldungen für dieses für die U-21-Spieler so reizvolle Turnier so niedrig sind, ist für mich ein Rätsel. Indes konnten sich beide Felder qualitativ wirklich sehen lassen“, stellte Rainer Dausend fest.

Deshalb freute sich der STV-Präsident auch sichtlich darüber, dass im Damen-Einzel mit den beiden 18-jährigen Estella Jäger und Lina Lächler (beide Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) im Endspiel zwei für ein sächsisches Team aktive Spielerinnen die neue Meisterin unter sich ausmachten. Estella Jäger wurde ihrer Favoritenstellung überzeugend gerecht, auch wenn ihr 6:0, 6:0-Sieg in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten war. „Natürlich war es mein erklärtes Ziel diesen Titel zu holen. Dass mir das aber so klar gelingt, das hatte ich nie erwartet, und das Endspielergebnis wird auch der von Lina gezeigten Leistung nicht gerecht“, entschuldigte sich Estella Jäger fast, dass sie ihrer Vereinskameradin im Endspiel die (Tennis-)Höchststrafe verpasst hatte. Trotzdem konnte aber auch Lina Lächler Positives von diesen Meisterschaften mitnehmen. Denn im Halbfinale bezwang sie die vor ihr in der deutschen Rangliste platzierte Pia zum Felde (Grün-Weiß Berlin-Lankwitz) klar mit 6:1, 6:4 und bot dabei wohl ihre beste Saisonleistung. Estella Jäger warf im Halbfinale die Titelverteidigerin Madlen Lüdtke (TV Osterburg) mit 6:1, 6:1 aus dem Rennen. An der 21-jährigen Madlen Lüdtke war im Viertelfinale Luise Sachs (Leipziger SC 1901) hauchdünn mit 6:4, 6:7, 7:10 gescheitert.

Bei den Herren, wo man mit Ausnahme von Franz Assmann (Blau-Weiß Dresden-Blasewitz) die Dresdner komplett vermisste, war Lucas Abe (RC Sport Leipzig) mit dem Erreichen des Halbfinals der bestplatzierte Sachse. Dort war der Leipziger aber gegen den topgesetzten Philip Olsson (Grün-Weiss Berlin-Nikolassee) beim 1:6, 3:6 chancenlos. Das bis zuletzt völlig offene Finale entschied Marek Flinner (TV Rüsselsheim-Hassloch) mit 7:6, 7:6 gegen Philip Olsson für sich.

Rolf Becker
Foto: Christel Becker